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26. Februar 2015

Akihisa Hirata mit Colored Concrete Works Award 2015 ausgezeichnet

LANXESS verleiht zum 2. Mal internationalen Architekturpreis

Köln - Der Spezialchemie-Konzern LANXESS hat am 26. Februar 2015 in Berlin zum zweiten Mal den Colored Concrete Works Award an einen Architekten verliehen, der mit farbigem Beton Akzente gesetzt hat. Der Preis ging an Akihisa Hirata für seinen Entwurf des im März 2010 fertiggestellten Apartmentkomplexes „Alp“ in Akabane-Nishi, Tokio/Japan. Für das Bauprojekt kamen insgesamt 425 Kubikmeter eingefärbter Beton zum Einsatz. Für den gewünschten Holzkohle-Farbton sorgten Eisenoxid-Schwarzpigmente vom Typ Bayferrox 4330/3.

Der erste Colored Concrete Works Award ging an den Architekten David Chipperfield für sein Projekt „Ciutat de la Justícia“ in Barcelona, Spanien.

Harmonisch eingebunden

Ende 2014 hat die LANXESS Business Unit Inorganic Pigments (IPG) den Award weltweit ausgeschrieben. Aus den Einreichungen wählte die Jury das Projekt „Alp“ aus, da es hinsichtlich Farbwahl, Funktionalität und Bedeutung überzeugte. Sie würdigte bei dem Apartmentkomplex den Ausdruck einer tief verstandenen Beziehung zwischen Natürlichem und Artifiziellem sowie die harmonische Einbindung in die urbane Umgebung. Die internationale Jury setzte sich zusammen aus: Hochschulprofessor Ralf Niebergall, Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer, Ulrike Kunkel, Chefredakteurin der Deutschen Bauzeitung, und Fermín Vázquez, Leiter der Architektengruppe b720 Fermín Vazquez Arquitectos. Seitens IPG zählten Dr. Carsten Rosenhahn, Leiter Product & Business Development, und Thomas Pfeiffer, Vice President Region EMEA, dazu.

Jörg Hellwig, Leiter des Geschäftsbereichs Inorganic Pigments bei LANXESS, überreichte den aus eingefärbtem Beton gestalteten Preis im Berliner Büro des Spezialchemie-Konzerns. In seiner Laudatio hob er hervor: „Unsere an Architekten und Planer gerichtete Initiative ‚Colored Concrete Works‘ zielt darauf ab, die Schönheit und Ästhetik von Beton in den Mittelpunkt zu rücken. Das holzkohlefarbene Bauwerk in Japan, das wir in diesem Jahr mit unserem Award auszeichnen, ist ein Paradebeispiel dafür, wie perfekt sich Beton an das Landschaftsbild anpasst und ihm als Baumaterial eine neue Ausdrucksform verliehen werden kann.“

Den zweiten Platz beim diesjährigen Award belegte Minsuk Cho, Inhaber des Architekturbüros Mass Studies, für die Gestaltung der Konzernzentrale des südkoreanischen IT-Unternehmens Daum Kakao. Dritter wurde Tomasz Konior mit seinem Architekturbüro Konior Studio für das Konzerthaus des Nationalen Polnischen Radio-Symphonieorchesters in Kattowitz.

Mit den Vorbildern der Natur im Einklang

Den Beton einfach nur farbig zu streichen, stellte für Hirata bei seinem Projekt „Alp“ keine Option dar. Es sei ihm essentiell wichtig gewesen, die Oberflächenbeschaffenheit und die Optik des Betons zu erhalten, betonte er. Ein Fassadenanstrich hätte das unmöglich gemacht. So sei die Entscheidung auf eine dauerhafte Durchfärbung des Betons mit Farbpigmenten der Marke Bayferrox von LANXESS gefallen. Je nach zugegebener Pigmentmenge können damit verschiedenste Farbnuancen und -schattierungen erzielt werden. Speziell für den Bau des Apartmentkomplexes entstand unter Verwendung von Bayferrox 4330/3 ein schwarzer Farbton, der laut des Architekten das Potenzial des Bauplatzes kraftvoll zum Ausdruck bringt.

Der Apartmentkomplex liegt im Zentrum der Stadt in einer von natürlichen Hügeln geprägten Umgebung. Die Gebäude stehen dicht gedrängt und tragen Dächer von unterschiedlicher Form und Größe. Der Bauplatz wirkte wie ein Ort, an dem man jederzeit auf Archäologen bei ihren Ausgrabungen treffen könne, erinnert sich Hirata. Er abstrahierte diese besondere Topografie für seinen Entwurf mit dem Ziel, eine neue Art der Harmonie zwischen dem Apartmentkomplex und seiner urbanen Umgebung zu schaffen. Da sich ein großes kubisches Objekt nicht eingefügt hätte, entstand ein Gebäude mit fraktalen Strukturen sowie konkaven und konvexen Oberflächen. Der durchfärbte Beton lässt diese wie Holzkohle anmuten.

Akihisa Hirata, 1971 in Osaka, Japan, geboren, schloss 1994 den Fachbereich Architektur an der Fakultät für Ingenieurswissenschaften der Kyoto Universität erfolgreich ab und erhielt 1997 den Mastergrad der Graduate School of Engineering. Der vielfach ausgezeichnete Hirata leitet seit 2005 sein eigenes Architekturbüro und ist heute national und international als Gastdozent tätig. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören neben „Alp“ unter anderem „Masuya Honten Building“ (2006), „Bloomberg Pavilion“ (2011) und „Kotoriku“ (2014).

Colored Concrete Works – Praxisbeispiele für moderne Gebäudefarbgebung

LANXESS ist der weltweit größte Hersteller von Eisenoxidpigmenten und einer der führenden Produzenten von Chromoxidpigmenten. Sie bewähren sich seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten Einsatzgebieten zur Einfärbung von Baustoffen, Farben und Lacken, aber auch Kunststoffen oder Papier.

Mit der Initiative „Colored Concrete Works“ möchte LANXESS Architekten Impulse für ihre Arbeit geben. „Jahr für Jahr entstehen rund um den Globus Bauwerke, die mit unseren Farbpigmenten eingefärbt werden. Aus den Projekten, die wir als Referenzobjekte eingereicht bekommen oder selbst ausfindig machen, stellen wir die aus unserer Sicht bedeutendsten vor“, erklärt Pfeiffer.

Diese Case Studies sind jeweils in verschiedenen Sprachen unter www.colored-concrete-works.com im Internet zum Download erhältlich oder können dort als gedruckte Ausgabe angefordert werden.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2013 einen Umsatz von 8,3 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 16.700 Mitarbeiter in 29 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 52 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World und DJSI Europe) und FTSE4Good.