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23. Juni 2014

Farbstarke Pigmente für professionelles Grün

Greenkeeping der Extraklasse für internationales Golfturnier

Köln -

Wenn sich die internationale Golf-Elite vom 24. bis 29. Juni bei den BMW International Open vor den Toren Kölns trifft, ist LANXESS mit von der Partie. Die Pigmente des Spezialchemie-Konzerns sorgen dafür, dass die Profigolfer auf dem 72 Hektar großen Areal von Gut Lärchenhof nicht nur tadellose, sondern auch optisch perfekte Greens vorfinden. Head Greenkeeper Christoph Vogel hatte die grüne Pigmentmischung eigens zur Einfärbung des fast weißen Quarzsandes angefordert, mit dem die Spielbahnen regelmäßig gesandet werden. „Die Golfer sollen beim Turnier den Eindruck eines perfekten Grüns haben. Daher setzen wir jetzt erstmals eingefärbten Sand ein, der keine hellen Streifen auf der Grasfläche hinterlässt“, sagt Vogel.

Richard Baethke, Anwendungstechniker in der Business Unit Inorganic Pigments bei LANXESS erklärt: „Wir haben für diesen speziellen Verwendungszweck eine Mustermenge zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus dem organischen Phthaloblau-Pigment Levanyl Blue G-LF und dem anorganischen Eisenoxidgelb-Pigment Bayferrox 910.“ Nachdem die Tests zur Zufriedenheit des Greenkeepers ausgefallen sind, wurden etwa 150 Kilogramm der Spezialzusammensetzung am englischen LANXESS-Standort Branston gemischt und nach Pulheim geliefert.

Golfplatz-Vorbereitung für die Meisterschaften

Seit fast einem Vierteljahrhundert richtet der Automobil-Hersteller BMW das seit einigen Jahren einzige European Tour-Turnier auf deutschem Boden aus. Turnusgemäß ist 2014 wieder Gut Lärchenhof in Pulheim-Stommeln der Austragungsort. Die Anlage zählt zu den attraktivsten und interessantesten Golfplätzen in Deutschland. Der Stadium Course wurde von Jack Nicklaus gestaltet, dem erfolgreichsten Golfer aller Zeiten und begehrten Golfplatz-Architekten. Jede einzelne Spielbahn wurde individuell modelliert und alle Drive-Zonen der hügeligen Grünlandschaft einsehbar gestaltet. Die Greens wurden nach dem Standard der USGA (United States Golf Association) gebaut und entsprechen höchstem europäischem Anspruch.

Bevor die Golfprofis darauf ihre Meisterschaften austragen, haben Vogel und sein Team schon neun Monate vorher mit der aufwändigen Platzarbeit begonnen. Das Fairway, der kurz gemähte Bereich einer Spielbahn zwischen Abschlag und Grün, wird jeden zweiten Tag gemäht – allerdings ausschließlich bei trockener Witterung. Vogel: „Die Gräser werden dabei nicht umgelegt, denn es soll sich eine dichte Rasennarbe entwickeln. Dies ist unter anderem wichtig für die richtige Härte des Untergrundes.“ Die Schnitthöhe ist dabei stark abhängig von Boden-Unebenheiten, Witterung und Bewässerungszustand.

Kurz vor und während des Turniers erhöht sich die Schnittfrequenz: Zwei- bis dreimal täglich werden die Fairways geschnitten, während es den Greens sogar viermal täglich an die Spitzen geht: sie werden nun auf kaum vorstellbare 2,25 Millimeter heruntergemäht. Durch diese Präzision können Werte von 12 Fuß (366 cm) auf dem Stimpmeter erreicht werden. Mit diesem Messgerät lässt sich die Rolllänge eines Golfballs auf dem Puttinggrün ermitteln, die bei „normalen“ Greens/Plätzen/Anlagen lediglich bei 8 Fuß (244 cm) liegt.

Doch nicht nur Mähen, Aerifizieren, Vertikutieren, Düngen und Wässern – mit rund 50.000 Kubikmetern Wasser pro Jahr – steht auf dem Programm: 1,5 Hektar Greens werden regelmäßig mit Quarzsand der Körnung 0,1-1 Millimeter abgestreut, um die Durchlässigkeit von Wasser und Luft zu gewährleisten. Die von Golfprofis gewünschte Härte wird ebenfalls durch diese feine Sandung gesteuert. „Sind die Grasnarbe und der Boden gut durchlässig, entsteht wenig Filz“, erklärt Vogel. „Daher schleppen wir die aerifizierten Grüns zusätzlich mit feinem Quarzsand ab.“

In diesem Jahr mischte er den Quarzsand portionsweise in der Mischschaufel eines Radladers mit der bei LANXESS bestellten grünen Pigmentmischung. „Normalerweise ist ein Bindemittel vonnöten, damit Pigmentpartikel an einem Substrat haften, aber renommierte englische Golfklubs färben Sand schon seit Jahren auf diese Weise“, weiß Simon Kentesber, Sales Manager Inorganic Pigments bei der LANXESS Ltd. in Branston, England, zu berichten.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2013 einen Umsatz von 8,3 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 17.000 Mitarbeiter in 31 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 52 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World und DJSI Europe) und FTSE4Good sowie dem Climate Disclosure Leadership Index (CDLI) des CDP.